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Checkliste für die Identifikation einer SPS im Schaltschrank
Erstellen Sie bei der Schaltschrankprüfung klare Fotos von Typenschildern, Baugruppen und Netzwerk, damit SPS-Daten später ohne erneuten Besuch vorliegen.
Die Frage, die dieser Leitfaden beantwortet
Was sollte bei einer Prüfung eines SPS-Schaltschranks fotografiert werden?
1. Was erfasst eine Schaltschrankprüfung?
Eine Schaltschrankprüfung ist ein geplanter Fotodurchgang durch einen Steuerschrank, während alles noch läuft. Ziel ist ein Nachweispaket, das Identifikationsfragen auch Jahre später ohne zweiten Besuch beantwortet. Drei Ebenen tragen die Arbeit: die Steuerungsgruppe selbst, ihr Umfeld und der Ablageweg, über den alles auffindbar bleibt. Jede Ebene baut auf der nächsten auf. Eine schwache Ebene verschwendet daher den Aufwand der übrigen.

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Zur Steuerungsgruppe gehört mehr als die CPU. Sie umfasst die Spannungsversorgung, jedes E/A-Modul (Eingang/Ausgang) und deren Reihenfolge im Baugruppenträger. Die Umfeldebene verknüpft diese Elektronik mit einem realen Prozess: mit der gesteuerten Maschine oder Linie, dem verwendeten Netzwerk und der verbindenden Verdrahtung. Die Ablageebene entscheidet anschließend, ob jemand das Paket am entscheidenden Tag wiederfindet.
Machen Sie sich klar, was eine Prüfung nicht leistet. Sie diagnostiziert keinen Fehler, bestätigt keine Kompatibilität und ersetzt kein Projekt-Backup. Sie dokumentiert Identität und Anordnung. Diese Grenze ist wichtig: Ein Paket, das die Identität nachweist, bleibt über Jahre nützlich. Ein Paket mit fremden Details verdeckt hingegen die wichtigen Fotos.
Der Zeitpunkt bestimmt den Aufwand. Führen Sie die Prüfung während geplanter Wartung oder in einem von Ihnen gesteuerten Zeitfenster durch, nie mitten in einem Stillstand. Ein überstürzter Durchgang erzeugt gerade die unscharfen und unvollständigen Fotos, die die Prüfung vermeiden soll. Wiederholen Sie ihn nach jeder Umorganisation, jedem Baugruppentausch oder jeder Neuverdrahtung. Ein Paket zum Schaltschrank von vor zwei Jahren führt eher in die Irre als dass es hilft. Eine einseitige Notiz zu Änderungen zwischen Durchgängen hält die Historie lesbar.
2. Wie fotografieren Sie die Steuerungsgruppe?
Dokumentieren Sie die Steuerungsgruppe mit zwei Arten von Aufnahmen: einem scharfen Foto jedes CPU-Typenschilds und einem Foto des Etiketts jedes E/A-Moduls. Ein Typenschild ist das aufgedruckte Schild mit Bestellnummer und Versionskennzeichnung, und jede Baugruppe trägt ein eigenes. Prüfen Sie den Fokus jedes Bildes, bevor Sie die Tür schließen. Ein unscharfes Etikettfoto ist bei einem späteren Stillstand nicht von einem fehlenden Foto zu unterscheiden.

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Fotografieren Sie den gesamten Baugruppenträger, damit Reihenfolge und Steckplätze sichtbar bleiben. Eine Übersicht plus Etikettfotos jeder Baugruppe macht die Zusammenstellung später rekonstruierbar. Das ist wichtig, weil dieselbe Referenz in einem Träger zweimal vorkommen kann und das Projekt jede Instanz anders adressiert. Anhand der Steckplätze erkennt eine prüfende Person zudem CPU, Spannungsversorgung und E/A ohne Rückfrage.
Hören Sie nicht bei den Frontseiten der Baugruppen auf. Bei vielen Siemens-Aufbauten steht die vollständige Bestellnummer nochmals auf einem Aufkleber in der Tür oder an der Baugruppenseite. Diese zusätzlichen Etiketten halten oft länger als die Frontseiten. Vorderseiten und Kanten nutzen sich unterschiedlich ab, deshalb enthält das zweite Etikett häufig Blöcke, die auf dem ersten fehlen.
Wenn ein Etikett abgenutzt ist, machen Sie eine zweite Aufnahme aus einem Winkel: Streiflicht kann Schrift sichtbar machen, die bei einer geraden Aufnahme fehlt. Ein trockenes Tuch entfernt Belag, ohne den Aufdruck zu gefährden. Lässt sich eine Baugruppe eingebaut nicht klar fotografieren, notieren Sie ihre Position und fotografieren Sie sie bei geplanter Wartung, statt den Schaltschrank gewaltsam zu öffnen.
Quellen und Geltungsbereich (1)
- Siemens: SIMATIC S7-1200 Systemhandbuch. Beschreibt Gehäuseetiketten und Typenschilddaten bei S7-1200-CPUs. Es stützt die Foto-Checkliste, nicht die Diagnose Ihres Bedienpanels.
3. Welcher Kontext gehört in das Paket?
Die Umfeldebene beantwortet eine andere Frage als die Etiketten: Welchen Prozess steuert diese Elektronik? Erfassen Sie Spannungsversorgung, Netzwerk-Switch und alle Kennzeichnungen, die Maschine oder Linie benennen. Der Maschinenname macht das Paket bei Bedarf auffindbar. Perfekte Fotos des Baugruppenträgers ohne Maschinenkennung ergeben ein verwaistes Archiv.

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Fotografieren Sie die Netzwerkseite, solange alles verbunden ist: die Switch-Front mit eingesteckten Kabeln, die Kabelkennzeichnungen und die von der CPU verwendeten Ports. Portzuordnungen gehen nach einer Trennung zuerst verloren und sind durch Nachverfolgen oft besonders aufwendig wiederherzustellen. Halten Sie alles fest, was sich ändern wird. Ein Foto nach einer Neuverdrahtung dokumentiert den neuen Zustand, nicht den Zustand, den das Projekt erwartet.
Der auf den Fotos erkennbare Versorgungstyp prüft zugleich den Variantenblock auf der CPU gegen, sodass sich beide Ebenen bestätigen. Fotografieren Sie Verdrahtungskanäle und Klemmleisten um die Steuerung nur dann, wenn sie Verbindungen erklären. Eine brauchbare Regel lautet: ein zusätzliches Foto je Verbindung, die Sie nicht zweimal verfolgen möchten. Zurückhaltung gehört dazu, denn ein übergroßes Paket verdeckt die wichtigen Aufnahmen.
Mancher Kontext gehört durch Auslassung in das Paket. Das Ersatzteillager, benachbarte Schaltschränke und Bürounterlagen sind keine Nachweise für diese Steuerung. Ihre Fotos begraben die brauchbaren Aufnahmen unter Masse. Versorgt ein Nachbarschrank dieselbe Maschine, notieren Sie dies in einer Zeile, statt den ganzen Träger zu fotografieren. Das Paket sollte an den Rändern der Steuerung wachsen, wo ihre Verbindungen und ihr Name liegen, und dort enden.
4. Wie bleibt das Paket auffindbar?
Nachweise, die niemand findet, helfen bei einem Stillstand nicht. Der Auffindepfad ist deshalb Teil des Ergebnisses. Speichern Sie Fotos mit Maschinenname, Datum und einer einzeiligen Notiz zum Anlass der Prüfung. Eine gemeinsame Ordnerstruktur oder ein Eintrag im Wartungssystem funktionieren beide, solange auch jemand außer der fotografierenden Person die Unterlagen findet. Notieren Sie auch, wer die Fotos gemacht hat, damit offene Fragen an die Person gehen, die den Schaltschrank gesehen hat.

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Benennen Sie Dateien so, dass sie ohne Öffnen sortiert und gelesen werden können, etwa nach Maschine, Schaltschrank und Baugruppenposition. Ein Ordner mit Kamerastandardnamen zwingt die nächste Person, jede Datei zu öffnen, um ihren Inhalt zu erkennen. Dieser Aufwand ist pro Foto klein, insgesamt aber entscheidend. Er genügt, damit ein Paket in der Praxis ungenutzt bleibt.
Die Prüfung ist einfach: Geben Sie einer Kollegin oder einem Kollegen den Speicherort und bitten Sie darum, das Foto der dritten Baugruppe von links zu finden. Gelingt das ohne Anruf bei Ihnen, wird das Paket genutzt. Gelingt es nicht, rettet auch gute Fotografie die Prüfung nicht.
5. Was weist ein fertiges Paket nach?
Ein so aufgebautes Paket unterstützt eine Referenzanfrage direkt. Die lesende Person kann Referenz, Familie, Trägeraufbau und Netzwerkkontext ohne weitere Fotos bestätigen. Die Anfrage erreicht damit in einem Durchgang eine geprüfte Entscheidung. Das ist der Zweck der Prüfung: Nachweise, die ohne zweiten Schaltschrankbesuch funktionieren.

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Das Paket weist nur Identität und Anordnung nach. Es zeigt weder, warum eine Maschine stillstand, ob ein Ersatz das Projekt akzeptiert, noch was ein Lieferant liefern kann. Diese Fragen brauchen eigene Nachweise. Ein Paket, das mehr behauptet als es enthält, erzeugt auf beiden Seiten einer Anfrage falsche Sicherheit.
Auch Fakten altern. Ein Paket von vor drei Jahren beschreibt den damaligen Schaltschrank. Datieren Sie Änderungen daher neu und vermerken Sie, was erneut geprüft wurde. Diese Gewohnheit unterscheidet ein Archiv von einem Arbeitsmittel: Das Archiv wird abgelegt, das Arbeitsmittel wird gepflegt. Schreiben Sie die drei Prüfungen in die Prüfanmerkung selbst, damit die erneute Prüfung auch erfolgt, wenn die Person, die das Paket öffnet, es nicht erstellt hat.
Die Prüfqualität nimmt unbemerkt ab. Versehen Sie das Paket daher mit einem Überprüfungsdatum. Wenn der Plan erneut geprüft oder die Maschine gewartet wird, kontrollieren Sie drei Punkte: Die Referenz passt weiterhin zur Einheit im Träger, die Netzwerkfotos stimmen weiter mit der Verkabelung überein und der Speicherort ist weiterhin erreichbar. Zehn Minuten erneute Prüfung halten das Paket als Arbeitsmittel nutzbar. Wird sie ausgelassen, werden Arbeitsmittel wieder zu Archiven.
So funktioniert der Ablauf
Wichtigste Punkte
- Fotografieren Sie jedes Typenschild und Baugruppenetikett sowie eine Gesamtansicht des Trägers, die die Steckplatzreihenfolge bewahrt.
- Erfassen Sie Switch, Kabelkennzeichnungen, Spannungsversorgung und Maschinenkennzeichnung, solange alles verbunden ist.
- Speichern Sie das Paket mit Maschinenname und Datum dort, wo es auch jemand außer der fotografierenden Person findet.
- Benennen Sie Dateien nach Maschine, Schaltschrank und Position, damit das Paket ohne Öffnen jedes Fotos lesbar bleibt.
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Redaktionelle Hinweise und Quellen
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Quellenverzeichnis
Version: /how-it-works/#request-checklist|Technical evidence required
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